  | Italien 2005 - Der Reisebericht! | 
| (Moritz) Unser gloreicher Sommerurlaub sollte dieses Jahr nach Italien, das Land der Pizza und Spaghettis gehen. Alle Sachen verstaut und ordentlich Verpflegung getankt ging es am 1.8. auf und davon.
Hier ist nun der ultimative Reisebericht mit vielen Fotos...
Natürlich würden wir nie auf die Idee kommen, eine Reise ohne technische Gerätschaft anzutreten.
Mit an Bord waren:
2 Notebooks:
Notebook 1 für Navigation im "Cockpit" mit der Promobil Software
Notebook 2 zur Unterhaltung der "Fahrgäste" im Innenraum.
1 PDA:
Zur Navigation zu den in dem Promobil-Programm gefundenen Stellplätzen.
2 Kameras:
Fotos, Fotos Fotos...
Nach einem kompletten Fahrtag (naja es waren eigentlich nur 5 Stunden) standen wir zum nächtigen vor der österreichischen Grenze. (um genau zu sein 100 Meter davor)

Von den Autos aufgeweckt, die schon gegen 7 Uhr den Weg ins bergige Österreich antraten, frühstückten wir und reihten uns in die Schlange ein, die vor der (offenen) Grenze stand. Dieser Tag blieb ereignislos, abgesehen von einem Halt in einem kleinen Kuhkaff vor der Grenze zu Italien, kamen wir in einem Tag durch Österreich durch. Durch unseren treuen Führer, das HP IPAQ PDA, schafften wir die Strecke durch enge Schluchten und über so manchen Gipfel ohne auch nur einen Cent Autobahnmaut zu bezahlen.
Auf der Suche nach einem geeigneten Stellplatz fuhren wir noch bis in die Nacht durch Norditalien, bis wir schließlich ca. eine halbe Autostunde entfernt vom Gardasee an einem feinen kleinen Teich einen schönen Parkplatz fanden.

Am nächsten Morgen wurde sogleich die Umgebung erkundet. Wir kamen zu dem Schluss auf dem Teich (der sich bei Tageslicht doch als See entpuppte) eine Runde mit dem Tretboot zu fahren. Das Wetter war zwar wolkig aber dennoch angenehm warm.

Nach dem Badespaß fuhren wir direkt weiter landeinwärts und kamen erst in Florenz zum Stehen, wo wir unser Quartier aufschlugen und nächtigten.
Von Florenz haben wir wahrlich viel gesehen! Stellplatz und Lidl sowie nachts ein oder zwei Obdachlose auf dem Weg in ihre Verschläge. Von diesem Umfeld schockiert fuhren wir schnell aus einer der schönsten Städte Italiens weiter.

Da ich die Hälfte der Fahrt schlief, weiß ich nicht mehr, was genau in der Zeit geschah, ich kann mich nur noch daran erinnern, am nächsten Morgen aufgewacht zu sein und auf einem Stellplatz in der Nähe von Bonassola zu stehen. (ich hoffe, dass wenigstens Roger sich daran erinnert, sonst zweifle ich nicht mehr daran, dass Aliens die Welt beherrschen ...)
Die Städte in Norditalien und in den Küstenregionen gefielen uns überhaupt nicht, deshalb beschlossen wir die Richtung zu ändern und in die Toscana zu fahren.
Unser Ziel war Montepulciano, eine schöne Kleinstadt im Herzen der Toscana.

Wir fuhren und fuhren und fuhren. Am Fenster wandelte sich die Landschaft erst von Hotelanlagen zu Ackerflächen und dann zu unberührter Landschaft und Weinbergen wohin das Auge nur reicht.

Am frühen Abend kamen wir in Montepulciano an und nachdem wir den Stellplatz gefunden hatten, den uns unser Promobilführer angab, machten wir uns auf in der Stadt, ein bisschen italienisches Flair zu schnuppern.

Eine original-italienische Pizza im Magen und schöne Landschaftsbilder in der Kamera, so konnten wir jetzt zu Bett gehen.


An diesem Morgen fuhren wir dann gen Osten, wo wir schon bald auf Wasser und schockierende Strandbarikaden in Form von Touristenburgen trafen, die sich dicht an dicht kilometerweit die Adria entlang drängelten. Verschreckt von diesem Bild des Massentourismus fuhren wir wieder landeinwärts und schlugen unser Zelt in Mondavio auf.
In der Nacht konnte man die Schönheit dieser Gegend in der Toscana nicht erahnen. Bilderbuchflair und wir mittendrin. Am Morgen, an dem wir vom perfekten Wetter bei ca. 28° geweckt wurden, nahmen wir unser Frühstück im Freien ein, was Tradition unseres dreitägigen Aufenthalts auf diesem Stellplatz werden sollte.

Nach dem Sonnenbad am Morgen (gegen 14 Uhr) erkundeten wir die traumhaft schöne Stadt Mondavio, deren Burganlage wahrscheinlich extra für uns restauriert wurde... Endlich saßen wir mal wieder auf dem Einrad, bei so viel Urlaub kommt man ja gar nicht dazu.

Unsere Runde um die Stadt absolviert und alle Läden „gechecked“ entschlossen wir uns am Abend unseren Grill anzuwerfen.

Als ich am nächsten Morgen meine Augen aufschlug und mich erstmal umsah, dachte ich, ich wäre im Paradies und biss mir erst einmal in den Arm. Nein, das war kein Traum... Sonne, Sonne, Sonne, Sonne... Sonne.....

Als mir Marius mit seiner Pranke schlaftrunken das Gesicht tätschelte (manche nennen diese Reaktion auch Ohrfeige), wünschte er mir „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag“... Moment, hatte ich da was verpasst?! Geburtstag... mal nachdenken, da war doch was :)
Ich hatte Geburtstag und das musste natürlich gefeiert werden: Gleich mal einen Gammeltag geschoben. Nicht dass ich meinen Geburtstag nicht zu ruhig angegangen bin, aber wir haben uns einfach einen schönen Tag in Mondavio gemacht: FAHRPAUSE! Am Abend dann der zweite Grillabend von diesem Urlaub, dass musste einfach sein!

Mit Würstchen und Steaks im Magen machten wir uns auf den Weg rätselhafte Geräusche, die aus der Innenstadt kamen zu erkunden. Wir fanden uns auf der Wehranlage der Stadt wieder, auf der gerade so was wie Bogenschießen stattfand.

Fragt mich, was das war...
Unser Abend endete am nächsten Morgen.
Schweren Herzens verließen wir Mondavio und fuhren den Stiefel wieder hinauf.

Als Nachtlager hatten wir uns im Promobil Reiseführer, der uns neben dem PDA ein großer Gefährte war, einen Stellplatz in Treviso direkt neben dem Fußballstadion des gleichnamigen Lokalclubs.

Am nächsten Tag brachen wir wieder auf, denn das Ende unserer Reise war leider schon in Sichtweite. Halt machten wir erst wieder in Tarcento, einem kleinen Dorf mit Wohnmobilstellplatz und Fluss. Beides war für uns interessant...

Während Justus, Marius und Roger die Stadt mit dem Einrad erkundeten, fiel mir ein, dass ich noch Latein lernen wollte... Kein Scherz ich habe es wirklich getan!

Am Nachmittag beschäftigten wir uns mit Computern...

... oder diversen Planscheinheiten im Fluss direkt neben dem Stellplatz.

Am nächsten Morgen entluden wir unsere Reste: Müll und was halt sonst noch anfällt... und fuhren in Richtung der nahe gelegenen österreichischen Grenze. Österreich durchquerten wir wieder an einem Tag und kamen auf der anderen Seite im guten alten Bayern in Bad Reichenhall an.

Nachdem das Wetter bei unserer Ankunft in der Nacht relativ schlecht war, begrüßte uns am nächsten Tag die Sonne.
Da wir in der Adria nicht schwimmen konnten, suchten wir am nächsten Tag einen Ausgleich am Tegernsee in einem kleinen aber feinen Schwimmbad, in dem wir uns den vorletzten Tag versüßten.

Die nassen Sachen schnell zum Trocknen aufgehängt und ab nach Hause in den Ruhrpott!
Diese Reise wird uns wohl allen im Gedächtnis bleiben, nicht nur wegen eines besonderen Ereignisses in Bad Reichenhall, welches hier jetzt nicht weiter ausgemalt wird... ;-)
Bilder werden folgen, garantiert! Ich muss mich nur noch dazu überwinden das Galleriesystem zu programmieren...
Euer Moritz
geschrieben am: 09.04.2006 | 13:43 | | |